CAMBRIDGE, USA – HIV-positive Patienten sind häufig von Erkrankungen im Mund- und Rachenraum betroffen.
US-amerikanische Forscher untersuchten, inwiefern das HI-Virus Veränderungen am oralen Mikrobiom hervorruft.
Kommt es zu einer Verschiebung der Bakterienzusammensetzung, gerät die Mundflora aus dem Gleichgewicht und liefert Erkrankungen einen guten Nährboden. Das Mikrobiom ist von Mensch zu Mensch verschieden, da es im Laufe des Lebens durch den Lebensstil (Ernährung, Stress, Mundhygiene) sowie Hormone und Erkrankungen beeinflusst wird.
Bisher unerforscht war, ob auch das HI-Virus die Zusammensetzung der Mundbakterien verändert und für Dysbiosen verantwortlich ist. Wissenschaftlern des The Forsyth Institutes ist es gelungen, genau diesen Zusammenhang aufzudecken.
Sie untersuchten HIV-positive und -negative Jugendliche, die von HIV-positiven Müttern geboren wurden. Die Gruppen unterschieden sich nur bezüglich eines Bakteriums signifikant. So wiesen die infizierten Jugendlichen deutlich weniger Corynebakterien in ihrem Zahnbelag auf. Das Bakterium übernimmt eine schützende Funktion gegen Karies.
Mit den Erkenntnissen könnte es zukünftig gelingen, dem erhöhten Kariesrisiko der HIV-infizierten Jugendlichen entgegenzuwirken.
Die Studie wurde im Microbiome Journal veröffentlicht.
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