WÜRZBURG - Fluoridhaltige Zahnpasta hat sich aufgrund ihres mehrfach erwiesenen Kariesschutzes in der Mundhygiene etabliert. Eine aktuelle deutsche Studie liefert nun Hinweise, dass Zahncreme, die stattdessen Hydroxylapatit beinhaltet, problemlos mithalten kann.
Seit Jahren wird der Einsatz von Hydroxylapatit als künstlicher Zahnschmelz, der Erosionen verhindern und sogar zur Regeneration des Zahnschmelzes führen soll, untersucht und diskutiert. Wirklich aussagekräftige wissenschaftliche Belege sind jedoch noch immer Mangelware. Ein deutsches Team aus Forschern der Universitäten Würzburg, München, Dresden und Regensburg konnte nun zeigen, dass die Substanz als Zahnpflegeprodukt zumindest keine schlechteren Ergebnisse liefert als Fluorid.
Für den Vergleich wurden 133 Jugendliche im durchschnittlichen Alter von 13 Jahren mit bevorstehender kieferorthopädischer Behandlung mit festsitzender Zahnspange herangezogen – also eine Patientengruppe mit relativ hohem Kariesrisiko. Sie wurden zwei randomisierten Gruppen zugeordnet: Eine sollte für den Versuchszeitraum mit fluoridversetzter Zahnpasta, die andere mit 10-prozentiger Hydroxylapatit-Zahncreme putzen.
Untersuchungen fanden vor Einsetzen der Brackets sowie im vierwöchigen Rhythmus für ein halbes Jahr statt. Zur Beurteilung der vestibulären Schmelzfläche wurde das ICDAS II (International Caries Detection and Assessment System) herangezogen. Daneben nutzten sie den Plaque- und Gingiva-Index.
Wie die Wissenschaftler erwartet hatten, fand im Beobachtungszeitraum eine deutliche Zunahme der Schmelzkaries statt. Aber: Weder Fluorid noch Hydroxylapatit stachen durch signifikant bessere Werte hervor. So hatten in der Hydroxylapatit-Gruppe 54,7 Prozent der Jugendlichen nach sechs Monaten eine Läsion – in der Fluorid-Gruppe waren es 60,9 Prozent. Der Plaque- und Gingiva-Index stiegen ebenfalls leicht an, aber auch hier gab es keine deutlichen Unterschiede zwischen den Gruppen.
Laut der im Journal of Investigative and Clinical Dentistry veröffentlichten Studie könnte Zahnpasta mit Hydroxylapatit somit als Alternative zu Fluoridzahnpasta angesehen werden.
Schlagwörter:
BERLIN - Zur Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik 2011 des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen äußerte sich nun der Vorsitzende des ...
BAIERBRUNN BEI MÜNCHEN – Nur noch wenige Menschen haben Angst vor dem Zahnarztbesuch, wie die „Apotheken Umschau“ berichtet.
FRANKFURT – Eine aktuelle Studie aus Mexiko hat ergeben, dass eine höhere Fluoridaufnahme bei Schwangeren zu einem geringeren IQ des Nachwuchses führt. ...
Genf – Ein aktueller Bericht von WHO/Europa beleuchtet die Migration von Gesundheitsfachkräften in neun Ländern: Albanien, Armenien, Georgien, Irland, ...
Unterhaching – Der renommierte Wrigley Prophylaxe Preis wird für das Jahr 2026 erstmals über Deutschland hinaus auch in Österreich und der Schweiz ...
Wien – Eine internationale Forschungsgruppe unter der Leitung der MedUni Wien und dem Institute of Molecular Biotechnology (IMBA) hat bedeutende ...
Dresden – Die sächsische Zahnärzteschaft setzt ein deutliches Zeichen für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf im zahnärztlichen Bereich. ...
Sydney – Kopfschmerzen und saubere Zähne, das scheint auf den ersten Blick wenig zusammenzuhängen. Doch eine aktuelle Studie der Universität Sydney ...
SEOL - Eine große Kohortenstudie stellte fest, dass Patienten mit Vorerkrankungen einen schlechteren Zahnstatus hatten als gesunde Probanden.
Hanau – Die Führung geht in vertraute Hände über: Kulzer hat mit Andre Sauer einen erfahrenen Branchenkenner und langjährigen Vertriebs- und ...
Live-Webinar
Mi. 14. Januar 2026
18:00 Uhr CET (Berlin)
Dr. Théo Laplane, Dr. Robert Gottlander DDS
Live-Webinar
Fr. 16. Januar 2026
18:00 Uhr CET (Berlin)
Live-Webinar
Mo. 19. Januar 2026
19:00 Uhr CET (Berlin)
Philipp Kopp, Michael Seeber
Live-Webinar
Do. 22. Januar 2026
15:00 Uhr CET (Berlin)
Prof. Judith Jones D.D.S; M.P.H., Prof. Kakuhiro Fukai D.D.S., Ph.D, Dr. Bathsheba (Bethy) Turton
Live-Webinar
Do. 22. Januar 2026
20:00 Uhr CET (Berlin)
Dr. Nicola M. Grande DDS, PhD
Live-Webinar
Mi. 28. Januar 2026
14:00 Uhr CET (Berlin)
Live-Webinar
Mi. 28. Januar 2026
17:00 Uhr CET (Berlin)
Prof. Dr. Jan-Frederik Güth