BERLIN - Die direkten Umsätze des zahnmedizinischen Systems betragen 21,4 Milliarden Euro. Bei den vielen Wirtschaftszweigen (mit jeweiligen Wirtschaftsgruppen und -klassen) sind 21,4 Milliarden Euro immerhin fast ein Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland.
Über 70.000 Zahnärzte sind in Deutschland tätig, 391.000 Personen arbeiten in Praxen, Krankenhäusern oder öffentlichem Gesundheitsdienst, 848.000 Arbeitsplätze hängen (in)direkt von der zahnmedizinischen Versorgung ab. Aber als relevanten Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze schafft, nimmt man die Zahnmedizin offenbar nicht wahr. Nur so ist zu erklären, dass sich die politischen Entscheider mit Beharrlichkeit weigern, eine aktualisierte Vergütung aller zahnärztlichen Leistungen zu gewährleisten.
Seit 1988 liegt der GOZ-Punktwert für die Bewertung privatzahnärztlicher Leistungen unverändert bei 11 Pfennig. Nur um ein Gefühl für diesen Zeitraum zu bekommen: Es hat seitdem einen Mauerfall, eine Wiedervereinigung und eine neue Währung, neun Gesundheitsminister, fünf US-Präsidenten und sogar drei Päpste gegeben. Inflationsausgleich? Nein. Gerecht geht anders.Deshalb erinnert die Bundeszahnärztekammer die Entscheidungsträger fokussiert daran, dass Preise von 1988 nicht der Maßstab für die Preise von heute sein können. Im Mittelpunkt steht eine „11 Pfennig“-Münze, symbolisch für einen Punktwert, der aus der Zeit gefallen ist.In den Zahnarztpraxen arbeiten hoch qualifizierte Menschen, die sich engagiert um ihre Patienten kümmern. Sie haben mehr verdient als eine Vergütung auf der Basis von 1988.
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