BONN – Unfallbedingte Verletzungen der Zähne sind ein häufiges Ereignis. Von abgeschlagenen Zahnecken über locker bis vollständig ausgeschlagene Zähne reichen die Beobachtungen. Vor allem sind obere Schneidezähne betroffen. Die Folgen können die Gesichtsästhetik erheblich beeinträchtigen und dadurch sogar zu psychischen Erkrankungen führen. Die Behandlung der Verletzungsfolgen kann extrem aufwändig, sehr belastend und teuer sein.
Das bundesweite, wissenschaftlich begleitete Projekt „Einführung des Zahnrettungskonzeptes in Deutschland” widmet sich der Platzierung von Zahnrettungsboxen an unfallträchtigen Stellen und hat sich mittlerweile in vielen Bundesländern erfolgreich etabliert. Noch in diesem Jahr wird ein weiteres Bundesland dieses Konzept offiziell einführen.
Die Hauptziele des Projektes sind:
- 1. Sofortige Verfügbarkeit von Zahnrettungsboxen nach einem Zahnunfall in Schulen, Schwimmbädern, Sportvereinen, Zahnarztpraxen, Rettungsfahrzeugen, Apotheken, Krankenhäusern, etc.
- 2. Flächendeckende Verteilerstrukturen sollen eine schnelle und erfolgreiche Rettung zu einem möglichst hohen Teil sichern (24 Stunden/365 Tage im Jahr)
- 3. Entlastung der Leistungsträger Unfallkasse, GKV und PKV hinsichtlich der immensen, lebenslangen Folgekosten nach Zahnunfällen bei Verlust von Zähnen
- 4. Verstärkte Sensibilisierung in der Bevölkerung zum Thema Zahnunfall und Zahnrettung sowie Anregung für eine entsprechende Eigenvorsorge im häuslichen Erste-Hilfe-Kasten
- 5. Vereinfachte und zentrale Auswertung von Zahnunfällen (im Aufbau)
Analog zu den seit einigen Jahren bestehenden Standortverzeichnissen im Bereich der Defibrillation wird das Projekt Zahnrettungskonzept für Deutschland nun mit der Listung aller Standorte mit Zahnrettungsboxen beginnen. Aktuell sind bereits über 18.000 Standorte in der Datenbank und alle Zahnarztpraxen, Krankenkassen, Apotheken, Dentallabore, Unternehmen, Organisationen, Verbände, öffentliche Einrichtungen, etc. werden gebeten bei Vorhandensein einer Zahnrettungsbox uns diesen Standort mitzuteilen. Der Eintrag in das Zahnrettungsbox-Standortverzeichnis ist kostenfrei und soll allen Menschen in Deutschland helfen, nach einem Zahnunfall – an welchem Ort auch immer – die nächste Zahnrettungsbox über eine App zu finden, den Zahn innerhalb kürzester Zeit erfolgreich einzulagern und damit eine optimale Grundlage für die zahnärztliche Erstversorgung zu gewährleisten.
Alle Informationen zum Projekt unter www.zahnrettungskonzept.info
Für den kostenfreien Eintrag einfach eine E-Mail an info@zahnrettungskonzept.info mit den vollständigen Kontaktdaten, Ansprechpartner und den Öffnungszeiten.
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