Dental Tribune Germany

Interview: Wie die ganze Praxis von Dentalhygienikern profitiert

von Europäische Fachhochschule
June 12, 2019

Dr. Laig betreibt eine zahnärztliche Gemeinschaftspraxis in Köln und kooperiert schon seit 2013 mit der Europäischen Fachhochschule (EU|FH) (ehemals praxisHochschule). Momentan beschäftigt er zwei Absolventinnen des Studiengangs Dentalhygiene & Präventionsmanagement (B.Sc.) sowie eine Studierende der Hochschule in seiner Zahnarztpraxis.

Dr. Laig, wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen mit den Studierenden bzw. Absolventen des Studiengangs Dentalhygiene & Präventionsmangement (B.Sc.)?
Mit den (angehenden) Dentalhygienikerinnen ist es wirklich ein ganz anderes Niveau der Kommunikation und der Zusammenarbeit, weil man ihnen deutlich mehr Arbeit am Patienten überlassen kann. Natürlich muss der Zahnarzt alles kontrollieren, aber man kann sie mit sehr gutem Gewissen selbstständig arbeiten lassen. Zudem herrscht auch in der Diskussion der Patientenfälle ein völlig anderes Niveau. Unsere Dentalhygienikerinnen sind wissenschaftlich immer auf dem neuesten Stand und teilen ihr Wissen mit der ganzen Praxis. Viele Sachen, die ich anders gelernt und jahrelang anders gemacht habe, haben wir jetzt im Nachhinein durch sie auf einen besseren Weg gebracht.

Wie würden Sie konkret die Vorteile für die Praxis benennen?
Man weiß genau, dass die Prophylaxe und auch die Parodontalvorbehandlung immer nach aktuellem Stand gemacht werden. Die ganze Erhaltungstherapie nach Parodontitisbehandlung wird so durchgeführt, wie es sein muss. Krankheitsbilder so zu erkennen und zu therapieren wie die Dentalhygienikerinnen es machen, kann man von einer fortgebildeten Zahnarzthelferin nicht erwarten. Das ist wirklich nah dran an Zahnmedizin oder zahnärztlichem Wissen in diesem Bereich.

Wie sieht der Praxisalltag mit den Studierenden aus? Können sie sich während des Studiums bereits in das Team integrieren?
In der Regel behandeln die Studierenden 25 Stunden in der Woche und können sich dabei problemlos in den Praxisalltag integrieren. Wir haben eine Etage, auf der nur Prophylaxe gemacht wird. Diese wird quasi autark von den Dentalhygienikerinnen verwaltet. Die Teamleiterin kommt tatsächlich aus der ersten Kohorte des Studiengangs Dentalhygiene & Präventionsmanagement (B.Sc.) und nimmt bei uns unter anderem auch die Einteilungen der Arbeitszeiten vor.

Und nach Abschluss werden die Studierenden dann auch von Ihnen übernommen?
Ich kann jetzt natürlich nur von den Vieren reden, die wir bisher bei uns in der Praxis betreut haben. Da wäre es mir am liebsten gewesen, wenn sie alle geblieben wären. Die beiden Dentalhygienikerinnen, die gegangen sind, waren persönlich und fachlich super. Sie haben die Praxis auf eigenen Wunsch verlassen, um in die Heimat zurückzukehren. Also bis jetzt kann ich sagen, ich hätte am liebsten alle behalten.

Werden die Studiengebühren der Dentalhygienikerinnen in der Regel von Ihnen getragen?
Wir haben da zwei Modelle: Beim ersten Modell übernimmt die Praxis die Studiengebühren und die Mitarbeiterin bekommt dafür ein etwas geringeres Gehalt. Im Gegenzug bindet sie sich nach Abschluss für eine gewisse Zeit an uns, da haben wir eine sehr faire Regelung gefunden. Das zweite Modell sieht keine Übernahme der Studiengebühren vor, wobei die Mitarbeiterin dann auch ein ganz normales Gehalt bekommt. Beide Varianten hatten wir schon.

Was halten Sie vom Studienmodell der EU|FH?
Das Studium zahlt sich auf jeden Fall für alle Beteiligten aus. Und vor allen Dingen ist es deutlich schneller als das Modell von der Zahnärztekammer. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule hat sich immer als vollkommen reibungslos dargestellt. Die Vorlesungszeiten sind weit im Voraus bekannt und die Studierenden organisieren sich selbstständig.

Vielen Dank für das Interview Herr Dr. Laig.

 

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