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Neue ADA-Leitlinie: Zahnärztliche Untersuchungen fördern die Früherkennung von Mundkrebs

ZWP online Redaktion

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Mi. 14. Oktober 2026

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Chicago – Die klinische Untersuchung bleibt der wichtigste erste Schritt zur Früherkennung von Mundhöhlen- und Lippenkarzinomen. Das bekräftigt die American Dental Association (ADA) in ihrer aktualisierten Leitlinie. Für die definitive Diagnosesicherung bleibt die Biopsie das maßgebliche Verfahren.

„Zahnarztbesuche können Leben retten“, sagt Prof. Dr. Mark Lingen von der University of Chicago Medicine, Vorsitzender des Leitliniengremiums. Eine frühe Erkennung könne bei oralen Karzinomen häufig zu besseren Behandlungsergebnissen führen. Die Empfehlungen sprechen sich grundsätzlich gegen den routinemäßigen Einsatz kommerzieller zytologischer, lichtbasierter, vitalfärbender oder speichelbasierter Zusatzverfahren aus. Dies betrifft sowohl die Entscheidung über eine Biopsie oder Überweisung bei sichtbaren Läsionen als auch das Screening von Erwachsenen ohne sichtbare Veränderungen. Eine zytologische Untersuchung kann in begrenzten Fällen infrage kommen, wenn eine Biopsie nicht möglich, nicht ratsam oder nicht angezeigt ist. Speichelbasierte Zusatztests sollen ausschließlich in der Forschung eingesetzt werden.

Die Aktualisierung ersetzt die Empfehlungen von 2017 und ist die erste vollständig im Rahmen des 2025 gestarteten „ADA Living Guideline Program“ entwickelte Leitlinie. Anders als bei herkömmlichen Überarbeitungszyklen sollen neue Erkenntnisse unmittelbar in die Empfehlungen einfließen. Erarbeitet wurde sie gemeinsam mit Methodikexperten der University of Pennsylvania und einem multidisziplinären Gremium.

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