BERLIN – Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) bezieht zur Verabschiedung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) und des Finanzierungsgesetzes für die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) im Bundestag Stellung.
Mit dem am 11. und 12. November 2010 vom Bundestag verabschiedeten Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) sowie dem GKV-Finanzierungsgesetz hat die schwarz-gelbe Koalition ihr erstes gesundheitspolitisches Reformpaket auf den Weg gebracht. Damit dreht sie das von den Vorgänger-regierungen bereits Ende der 70er Jahre in Gang gesetzte Gesundheitsreformkarussel ein Stück weiter. Nach den Plänen der Bundesregierung soll zum Jahresbeginn 2011 die Umwandlung in ein wettbewerblich geprägtes Gesundheitssystem vollzogen werden. Zugleich beginnt mit der Einführung einkommensunabhängiger Zusatzbeiträge, verknüpft mit einem Sozialausgleich, der Einstieg in ein neues Finanzierungssystem. Komplettiert wird das Reformpaket von kurzfristig greifenden Kostendämpfungs-maßnahmen in allen Sektoren.
Auch die Zahnärzteschaft soll einen pauschalen Sparbeitrag erbringen, obwohl ihr Anteil an den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung seit Jahren sinkt. Zudem könnte die Verschiebung des Ost-West-Angleichs bei der Honorierung nach Auffassung der BZÄK die Versorgung im ländlichen Raum gefährden. Grundsätzlich positiv bewertet die BZÄK die Bestrebungen zur Erleichterung der Wahl der Kostenerstattung durch die Versicherten. Bei aller möglicher Kritik an der Reform plädiert BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel vor allem für mehr Sachlichkeit in der Diskussion: „Allen Beteiligten muss eines klar sein: Deutschland braucht für die Zukunft ein sozial ausgewogenes, leistungsfähiges und demographiefestes Gesundheitssystem. Polemische Debatten, wie den zaghaften Abbau von Barrieren bei der Kostenerstattung als Abzocke oder Vorkasse zu bezeichnen, helfen hier überhaupt nicht weiter.“ Die BZÄK spricht sich daher für weitergehende strukturelle Reformen aus und hofft, dass damit endlich der Kreislauf stetig wiederkehrender Kostendämpfungsmaßnahmen durchbrochen werden kann.
„Wir brauchen Lösungen für die drängenden Herausforderungen der Zukunft. Benötigt werden grundlegende Konzepte, wie wir die zunehmende Kostensteigerung in der medizinischen Versorgung bewältigen können und die Herausforderungen der demographischen Entwicklung meistern.“, so Engel weiter. „Unsere Vorschläge hierfür liegen auf dem Tisch. Politik und insbesondere die Kassen müssen nur zugreifen.“
BERLIN – Mit Enttäuschung reagierten die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) auf die...
GÜTERSLOH/LEIPZIG – Kann ich von meinem Arzt die Herausgabe meiner Karteiunterlagen verlangen? Muss er mir die komplette Wahrheit über ...
Berlin – Viele Frauen berichten: Sie gehen mit Schmerzen zum Arzt oder zur Ärztin – und stoßen auf Zurückhaltung, mangelnde Empathie oder das ...
Live-Webinar
Mi. 14. Januar 2026
18:00 Uhr CET (Berlin)
Dr. Théo Laplane, Dr. Robert Gottlander DDS
Live-Webinar
Fr. 16. Januar 2026
18:00 Uhr CET (Berlin)
Live-Webinar
Mo. 19. Januar 2026
19:00 Uhr CET (Berlin)
Philipp Kopp, Michael Seeber
Live-Webinar
Do. 22. Januar 2026
15:00 Uhr CET (Berlin)
Prof. Judith Jones D.D.S; M.P.H., Prof. Kakuhiro Fukai D.D.S., Ph.D, Dr. Bathsheba (Bethy) Turton
Live-Webinar
Do. 22. Januar 2026
20:00 Uhr CET (Berlin)
Dr. Nicola M. Grande DDS, PhD
Live-Webinar
Mi. 28. Januar 2026
14:00 Uhr CET (Berlin)
Live-Webinar
Mi. 28. Januar 2026
17:00 Uhr CET (Berlin)
Prof. Dr. Jan-Frederik Güth
To post a reply please login or register