Gingivitisbehandlung vermindert Frühgeburtsrisiko

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Gingivitisbehandlung vermindert Frühgeburtsrisiko

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Alle Schwangeren sollten zu zahnärztlichen Kontrollen und gegebenenfalls zur Behandlung von Gingivitis ermutigt werden. © Andrey_Popov - Shutterstock.com
ZWP online / Sydney Dental School

By ZWP online / Sydney Dental School

Fr. 14. Januar 2022

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SYDNEY – Neue Forschungen der Universität Sydney haben ergeben, dass die Behandlung von Gingivitis während der Schwangerschaft mit einem verringerten Risiko einer Frühgeburt und einem höheren Geburtsgewicht bei Babys verbunden ist.

Die vor kurzem im Journal of Oral Health and Preventive Dentistry veröffentlichte Studie untersuchte, ob die Behandlung von Gingivitis bei schwangeren Frauen die Gesundheit der Kinder beeinflusst. 20 Millionen Säuglinge weltweit werden mit niedrigem Geburtsgewicht (unter 2,5 Kilogramm) geboren und fast 11 Prozent aller Lebendgeburten werden zu früh geboren (vor der 37. Schwangerschaftswoche).

An der Studie nahmen mehr als 1.000 Patientinnen aus drei randomisierten Kontrollstudien teil, wobei der positive Effekt einer guten Zahngesundheit in den Schwangerschaftsergebnissen von mehr als 600 Frauen gezeigt wurde. „Aufgrund der hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft sind schwangere Frauen anfällig für Gingivitis, wobei 60 bis 75 Prozent davon betroffen sind“, so Autor Professor Jörg Eberhard.

„Eine orale Infektion kann systemische Auswirkungen auf den Körper haben. Gingivitis setzt Entzündungsmarker und Bakterien in den systemischen Blutkreislauf frei, die die Plazenta erreichen und zu schlechten Schwangerschaftsergebnissen wie einer Frühgeburt führen können. „Unsere Überprüfung ergab, dass überraschenderweise selbst leichte Entzündungen in der Mundhöhle, zu denen auch das Zahnfleisch gehört, die Schwangerschaftsergebnisse einschließlich Frühgeborener oder Babys mit niedrigem Geburtsgewicht negativ beeinflussen können. Daher ist es wichtig, diesen Risikofaktor zu beherrschen.“[content-banner]

Frühere Forschungen haben gezeigt, dass Entzündungsreaktionen während der Schwangerschaft einen negativen Einfluss auf das Schwangerschaftsergebnis haben.

„Unsere Studie zeigt, dass bei einer Behandlung von Zahnfleischentzündungen während der Schwangerschaft das Risiko einer Frühgeburt um etwa 50 Prozent reduziert wird oder das Geburtsgewicht bei Babys mit niedrigem Gewicht um etwa 100 Gramm zunimmt“. Tatsächlich wurde das Risiko halbiert, wenn die Mutter eine gute Mundgesundheit hatte, was ein überzeugendes Ergebnis ist.

„Die gute Nachricht ist, dass die Behandlung von Gingivitis sehr einfach durchzuführen, kostengünstig und zugänglich ist. Eine zahnärztliche Kontrolle und Reinigung alle sechs Monate soll Zahnfleischentzündungen vorbeugen und behandeln.“

Der Hauptautor Quynh Anh Le von der Sydney Dental School, Fakultät für Medizin und Gesundheit, über die Ergebnisse der Studie: „Diese Ergebnisse ergänzen den neuen Fokus auf die Auswirkungen einer guten Mundgesundheit auf die allgemeine Gesundheit, insbesondere für schwangere Frauen. Die Vorbeugung von Gingivitis bei Frauen während der Schwangerschaft würde enorme gesundheitliche Vorteile bringen. Es ist wichtig, dass Frauen und Gesundheitsdienstleister auf der ganzen Welt wissen, dass eine gute Mundhygiene nicht nur der Gesundheit der Mutter, sondern auch der ihres Babys dient. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen, Zahnreinigungen und die Behandlung von Zahnfleischentzündungen sollten demnach für alle Frauen ein wichtiger Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge sein.“

Professor Eberhard fügte hinzu: „Die Behandlung von Gingivitis bei Schwangeren zur Verbesserung der Geburtsergebnisse ist ein globales Problem der öffentlichen Gesundheit, insbesondere angesichts der hohen Häufigkeit von Gingivitis bei Schwangeren und der Einfachheit der Behandlung von Gingivitis im Vergleich zur Behandlung von Parodontitis. Alle Schwangeren sollten zu zahnärztlichen Kontrollen und gegebenenfalls zur Behandlung von Gingivitis ermutigt werden.“

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