Köln – Eine bevölkerungsbasierte Studie mit über 3 300 Jugendlichen konnte zeigen, dass Asthma sowie die Verwendung von Asthmamedikamenten nicht mit einem erhöhten Risiko für Karies assoziiert sind. Die Ergebnisse bestätigen frühere große Kohortenstudien und sprechen gegen einen direkten Zusammenhang zwischen Asthma und Zahngesundheit bei Jugendlichen.
Asthma und Zahnkaries stehen im Verdacht, durch häufiges Mundatmen sowie die Verwendung inhalativer Asthmamedikamente miteinander in Verbindung zu stehen. Die bisherige Literatur ist jedoch uneinheitlich in der Frage, ob Asthma oder Asthmamedikamente das Risiko für Karies im bleibenden Gebiss erhöhen.
Jugendliche: Zusammenhang zwischen Asthma, Asthmamedikamenten und Karies?
Das Ziel einer Studie aus der Schweiz war es, zu untersuchen, ob Asthma, das Alter beim Ausbruch der Erkrankung oder die Nutzung von Asthmamedikamenten mit dem Kariesbefall bei 13-jährigen Jugendlichen zusammenhängen. Die Untersuchung war eingebettet in die „Generation R Studie“, eine bevölkerungsbasierte prospektive Kohortenstudie. Daten zu Asthma, zur Anwendung von Asthmamedikamenten sowie zu möglichen Einflussfaktoren wurden durch das Ausfüllen von Fragebögen durch die Eltern erhoben. Zahnkaries im bleibenden Gebiss wurde anhand des DMFT-Index („Decayed, Missing, and Filled Teeth“) erfasst.
Bevölkerungsbasierte Kohortenstudie mit 3 356 Jugendlichen
In der Studienpopulation (n = 3 356; Durchschnittsalter: 13,6 ± 0,34 Jahre; 48,8 % männlich) betrug die Prävalenz von Karies 35,2 %. 15,3 % der Jugendlichen hatten jemals eine Asthmadiagnose erhalten. Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Assoziationen zwischen (aktuellem) Asthma, dem Alter bei Asthmabeginn oder der Anwendung von Asthmamedikamenten im Alter von 13 Jahren und dem Risiko für Zahnkaries mit Odds Ratios zwischen OR: 0,64 (95 % Konfidenzintervall, KI: 0,41 – 1,02) und OR: 1,27 (95 % KI: 0,79 – 2,05).
Keine Hinweise auf erhöhtes Kariesrisiko bei Asthma
Diese große Studie mit Jugendlichen fand somit keinen Zusammenhang zwischen Asthma, Asthmamedikamenten und Karies. Die Ergebnisse stimmen mit mehreren großen, bevölkerungsbasierten Kohortenstudien überein, berichten die Autoren.
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