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Langzeitfolgen von Rauchen und Mundmikrobiom enthüllt

Raucher weisen im Vergleich zu Nichtrauchern eine markant unterschiedliche bakterielle Gemeinschaft im Mund auf. © Vladimir Polikarpov – stock.adobe.com
ZWP online / Scientific Reports

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Do. 25. Januar 2024

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LEIPZIG/BOZEN – Im Fokus der Forschung von Giacomo Antonello und seinem Team am Eurac Research Institute for Biomedicine steht die Verbindung zwischen Rauchverhalten und dem delikaten Ökosystem des oralen Mikrobioms.

In der CHRIS-Studie analysierten sie Speichelproben von über 1.600 Teilnehmern.

Die Studie offenbarte eindeutig, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern eine markant unterschiedliche bakterielle Gemeinschaft im Mund aufweisen. Insbesondere zeigte sich, dass der Zigarettenkonsum vor allem aerobe Bakterien beeinflusst, wobei die Anzahl dieser Bakterien mit steigendem Zigarettenkonsum abnimmt. Die Erkenntnisse legen nahe, dass Veränderungen im oralen Mikrobiom durch Zigarettenkonsum einen Beitrag zu einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten leisten könnten.

Nach dem Rauchstopp erholte sich die aerobe Bakterienpopulation im Speichel allmählich. Erst nach fünf Jahren war kein signifikanter Unterschied mehr zu Nichtrauchern feststellbar. Durch die Forschung wird die Bedeutung des oralen Mikrobioms als Forschungsgebiet gestärkt und hebt das vielversprechende Potenzial von Biomarkern für die Krankheitsdiagnose hervor. Künftige Studien könnten weitere Erkenntnisse über genetische und soziale Einflüsse auf das orale Mikrobiom liefern, um das Verständnis der Mundgesundheit auf eine tiefere Ebene zu bringen.

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