Parodontitis erhöht das Risiko für Schlaganfall und Bluthochdruck

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Parodontitis erhöht das Risiko für Schlaganfall und Bluthochdruck

Bleibt die Parodontitis unbehandelt, gelangen Bakterien in den Blutkreislauf und erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. © Dimid – stock.adobe.com
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Mo. 29. Mai 2023

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FRANKFURT – Gleich zwei Gesundheitstage machen im Mai auf potenziell tödliche Erkrankungen aufmerksam, deren Risiko durch eine Krankheit des Zahnhalteapparats deutlich erhöht wird: Schlaganfall und Bluthochdruck.

Anlässlich des Tags gegen den Schlaganfall und des eine Woche später stattfindenden Welthypertonietags weisen die hessischen Zahnärztinnen und Zahnärzte auf die große Bedeutung der Mundgesundheit für den gesamten Organismus hin. Krankheitssymptome im Mund, die nicht mit Schmerzen einhergehen, werden oft ignoriert - mit möglicherweise fatalen Folgen für die Allgemeingesundheit. „Das bisschen Zahnfleischbluten ist doch nicht so schlimm“ - so lautet ein populärer Mythos.

Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Zahnfleischbluten zählt zu den Symptomen der Parodontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparats, die aufgrund ihrer Verbreitung als Volkskrankheit bezeichnet werden kann. Bleibt die Parodontitis unbehandelt, gelangen Bakterien aus den entzündeten Bereichen in den Blutkreislauf und erhöhen auf diese Weise wissenschaftlich belegt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schlaganfällen sowie für einen deutlichen Anstieg des Blutdrucks.

„Wir appellieren an die Patientinnen und Patienten, auch Symptome wie Zahnfleischbluten oder Mundgeruch ernst zu nehmen und mögliche Ursachen bei ihren Zahnärztinnen und Zahnärzten abklären zu lassen. Eine Parodontitis ist in der Regel gut behandelbar und die damit einhergehenden Risken können dadurch vermindert oder vermieden werden“, sagt Dr. Doris Seiz, Präsidentin der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH).

Patientinnen und Patienten, die ihr persönliches Parodontitis-Risiko einschätzen und mehr über die Parodontitis und ihre Behandlung erfahren möchten, können dies auf einer speziellen Webseite der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) tun. Machen Sie jetzt den Paro-Check auf https://paro-check.de/.

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