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Zunehmender Pessimismus unter Zahnärzt:innen

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Pessimismus herrscht vor allem bei den Zahnärzt:innen: 40,1 Prozent von ihnen rechnen mit einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage, nur 2,7 Prozent erwarten eine Verbesserung. © Syda Productions - Shutterstock.com
Stiftung Gesundheit

By Stiftung Gesundheit

Fr. 29. April 2022

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HAMBURG – Die Stiftung Gesundheit hat den Medizinklimaindex für das 1. Quartal 2022 veröffentlicht. Demnach blicken die niedergelassenen Ärzt:innen und Zahnärzt:innen in Deutschland wieder pessimistischer in die Zukunft.

Im Vergleich zum Herbst 2021 sank der Indikator für die wirtschaftliche Zufriedenheit und Zuversicht der Ärzt:innen um 1,7 Punkte. „Die Ärzte schätzen ihre wirtschaftliche Lage zwar etwas positiver ein, aber ihre Erwartung für die kommenden sechs Monate ist deutlich stärker gesunken“, erläutert Prof. Dr. Dr. Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit. „Daraus ergibt sich eine insgesamt negative Entwicklung des MKI.“

Zahn- und Fachärzt:innen pessimistisch, Psychologische Psychotherapeut:innen zuversichtlich

Pessimismus herrscht vor allem bei den Zahnärzt:innen: 40,1 Prozent von ihnen rechnen mit einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage, nur 2,7 Prozent erwarten eine Verbesserung. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Fachärzt:innen: Dort rechnen 37,2 Prozent mit einer negativen Entwicklung, während gerade einmal 5,8 Prozent von einer Verbesserung ausgehen.

Weitaus positiver beurteilen erneut die Psychologischen Psychotherapeut:innen die Situation: 50,7 Prozent von ihnen beschreiben ihre Lage als gut, weitere 42,8 Prozent als befriedigend und mehr als 70 Prozent rechnen damit, dass dies auch in den kommenden Monaten so bleiben wird.

MKI auf Heilberufler:innen ausgeweite

Zum ersten Mal befragte die Stiftung Gesundheit in der aktuellen Erhebung auch Apotheker:innen sowie nichtärztliche Heilberufler:innen: „Wir werden künftig analog zur etablierten Ärzte-Befragung auch das Medizinklima in diesen Gruppen beobachten“, so Obermann. Die erste Erhebung zeige bereits erhebliche Unterschiede in den Medizinklimata der einzelnen Gruppen: „Die Skala reicht von +10,5 bei den Heilpraktikern bis -24,6 bei den Apothekern“, berichtet Obermann.

MKI erscheint künftig quartalsweise

Eine weitere Neuerung ist, dass die Stiftung Gesundheit den MKI ab sofort quartalsweise statt halbjährlich erhebt und veröffentlicht: „Das gibt uns die Möglichkeit, die Auswirkungen aktueller Ereignisse auf die ambulante Versorgung noch besser zu analysieren“, so Obermann.

Hier geht es zum Studiendokument.

Über den Medizinklimaindex

Seit mehr als 15 Jahren erhebt die Stiftung Gesundheit den Medizinklimaindex (MKI). Der Indikator für die wirtschaftliche Stimmung und Zuversicht in der ambulanten Versorgung gibt differenziert Auskunft darüber, wie die niedergelassenen Ärzt:innnen, Apotheker:innen und Heilberufler:innen in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen und welche Entwicklung sie in den kommenden sechs Monaten erwarten. Der MKI wird analog zum Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft des ifo Instituts erhoben. An der aktuellen Befragung im 1. Quartal 2022 nahmen 984 Leistungserbringer:innen teil.

Quelle: Stiftung Gesundheit - Gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts

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