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„Als hätte man einen digitalen Co-Piloten in der Praxis“

Dr. Alexandru Bogdan ist überzeugt, dass digitale Zahnheilkunde längst kein Zukunftstrend mehr ist, sondern ein wesentlicher Bestandteil moderner klinischer Praxis, der Präzision, Effizienz und die Einbindung der Patienten verbessert. (Alle Bilder: exocad)

Mi. 2. September 2026

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Bildgebung, CAD/CAM und künstliche Intelligenz (KI) prägen zunehmend den klinischen Alltag und vernetzen digitale Workflows immer stärker. Einer der Zahnärzte, die diese Entwicklung früh aufgegriffen haben, ist Dr. Alexandru Bogdan. Seine Praxis in Sibiu in Rumänien basiert auf digitalen Workflows und navigierter Implantologie, wobei exocad eine zentrale Rolle spielt. Im Interview spricht er über seinen Weg in die digitale Zahnheilkunde, die Technologien seiner Praxis und künftige Entwicklungen.

Dr. Bogdan, wie begann Ihre Reise in der digitalen Zahnheilkunde und wann haben Sie angefangen, exocad einzusetzen?
Meine digitale Reise begann 2013 mit einem digitalen Chairside-Workflow. Das hat meine Begeisterung für effizientere klinische Workflows geweckt. 2016 waren dann bereits die meisten meiner Implantatoperationen vollständig navigierte Eingriffe. Der richtige Wendepunkt kam 2018, als wir exocad und MillBox in unsere Praxis integriert haben. Dadurch wurde nahtloses Design möglich, von Einzelzahnrestaurationen bis hin zu Versorgungen des gesamten Zahnbogens.

Dr. Alexandru Bogdan, Zahnarzt in zweiter Generation an der 360° Dental Clinic in Sibiu in Rumänien.

Dr. Alexandru Bogdan, Zahnarzt in zweiter Generation an der 360° Dental Clinic in Sibiu in Rumänien.

Die offene Architektur von exocad ist seitdem das Rückgrat unseres digitalen Ökosystems und verbindet Intraoral- und Gesichtsscans, die Aufzeichnung von Kieferbewegungen, Okklusionsanalyse sowie additive und subtraktive Fertigung.

Welche Software und Module von exocad verwenden Sie aktuell in Ihrer Praxis?
Wir setzen praktisch das gesamte exocad-Softwareportfolio ein. Jede diagnostische und restaurative Entscheidung, von der DVT-Aufnahme über die Implantatpositionierung bis hin zum Prothesendesign und zur okklusalen Funktion, wird durch die digitale Brille betrachtet, mit exocad als zentralem Hub.

Welche Hardware nutzen Sie und warum?
Unsere Technologie gliedert sich in vier Bereiche: Erfassung, Analyse, Fertigung und Verifizierung. Alle diese Bereiche fließen nahtlos in exocad zusammen. Von Gesichtsscannern mit Bewegungserfassung und neuromuskulärer Diagnostik bis hin zu Fräs- und 3D-Drucksystemen für die Versorgung am selben Tag unterstützt jedes Gerät einen gemeinsamen digitalen Workflow. Mit Technologien wie der SDI Matrix und dem Aoralscan Elite kombinieren wir Präzision, Geschwindigkeit und Echtzeit-Zusammenarbeit. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass die gesamte Praxis optimal aufeinander abgestimmt und für die Zukunft vorbereitet ist. Wir planen außerdem, bald den CORiTEC Mythos zu integrieren.

Welches exocad-Feature schätzen Sie besonders und warum?
Smile Creator mit dem KI-gestützten Feature TruSmile Video ist ein echter Gamechanger. Die Funktion ist visuell äußerst überzeugend, schafft Vertrauen bei den Patienten und erhöht die Akzeptanz von Behandlungsvorschlägen.

Gibt es ein exocad-Tool, das sich in Ihrem Alltag wie eine Superkraft anfühlt?
Ja, der Virtual Articulator. Die Integration realer Kieferbewegungsdaten in den Designprozess ermöglicht es mir, Restaurationen zu gestalten, die die funktionelle Anatomie jedes Patienten realistisch widerspiegeln. Ich kann die okklusale Freiheit bereits vor der Präparation überprüfen, Schienen liefern, die von Anfang an funktionieren, und Vollbogenprovisorien ohne jegliche Anpassung einsetzen. In Kombination mit den KI-gestützten Services von exocad und dem offenen Ökosystem fühlt es sich tatsächlich so an, als hätte man einen digitalen Co-Piloten in der Praxis.

Wie unterstützt exocad die Kommunikation mit Ihren Patientinnen und Patienten?
In meiner Praxis verwandelt exocad die Patientenkommunikation in ein visuelles und interaktives Erlebnis. Mit Tools wie Smile Creator und TruSmile Video können Patientinnen und Patienten ihr zukünftiges Lächeln in Bewegung sehen. Gedruckte Mock-ups ermöglichen es ihnen, das Design bereits vor der Präparation zu erleben, während gemeinsame Design-Sitzungen in Echtzeit sie aktiv in den Planungsprozess einbeziehen. Von interaktiven Implantatplanungen bis zu 3D-Vorschauen für zu Hause schafft exocad Vertrauen durch Transparenz und gemeinsame Entscheidungsfindung.

Wie wird digitale Zahnheilkunde aktuell bei der Ausbildung von Zahnärztinnen und Zahnärzten in Rumänien vermittelt?
Die digitale Ausbildung in Rumänien wächst, befindet sich jedoch noch in einer Übergangsphase. Während die meisten Universitäten lediglich grundlegende Einblicke in die digitale Zahnheilkunde bieten, findet das eigentliche Lernen häufig in privaten Fortbildungen und auf nationalen Kongressen statt, etwa beim Jahreskongress der Society of Esthetic Dentistry in Romania und bei iDENT Evolution.

Ich schule Zahnärztinnen und Zahnärzte regelmäßig in der Umsetzung vollständig digitaler Workflows. Der nächste wichtige Schritt ist jedoch eindeutig die stärkere Kooperation zwischen Hochschulen und Industrie, um praxisnahe digitale Tools in das Kerncurriculum zu integrieren.

Dr. Alexandru Bogdan bringt umfassende digitale Expertise in den klinischen Alltag ein.

Dr. Alexandru Bogdan bringt umfassende digitale Expertise in den klinischen Alltag ein.

Welche ersten Schritte empfehlen Sie Zahnärztinnen und Zahnärzten, die neu in digitale Workflows einsteigen?
Ich empfehle, sich zuerst auf Workflows und nicht auf Produkte zu konzentrieren. Als ersten Schritt sollte man die Diagnostik digitalisieren und konventionelle Abformungen durch Intraoralscans ersetzen. Es lohnt sich außerdem, Fälle mit kostenlosen Tools wie exocad webview zu erkunden. Die Teilnahme an Demo-Tagen oder Kongressen vermittelt praktische Erfahrungen, und es gibt interessante Starter-Pakete oder Leasing-Angebote.

Anschließend kann man mit einem digital erfahrenen Dentallabor zusammenarbeiten. Durch das Auslagern der ersten Designs und gemeinsame Screen-Sharing-Sitzungen lernt man, CAD-Designs zu beurteilen, bevor man selbst in die Software investiert. Sobald man sich sicher fühlt, kann man einen digitalen Workflow, z. B. für Schienen oder Kronen, in der eigenen Praxis umsetzen und zunächst vollständig beherrschen, bevor man weitere Workflows integriert.

Welche praktischen Schritte empfehlen Sie Studierenden der Zahnmedizin, die in die digitale Zahnheilkunde einsteigen möchten?
Ich empfehle Studierenden, so früh wie möglich praktische Erfahrungen zu sammeln. Treten Sie einem CAD/CAM-Club an der Universität bei, engagieren Sie sich auf Kongressen wie dem Jahreskongress der Society of Esthetic Dentistry in Romania oder iDENT Evolution und hospitieren Sie in Praxen, die digitale Workflows einsetzen, um diese im klinischen Alltag kennenzulernen.

Selbst ohne Lizenz ermöglichen Tools wie exocad webview, reale Fälle anzusehen, Designs zu drehen und sich mit der Funktionsweise der digitalen Zahnheilkunde vertraut zu machen, lange bevor man den ersten Patienten behandelt. Das ist der beste Weg, um von Anfang an Sicherheit und digitale Intuition aufzubauen. Digitale Zahnheilkunde ist eine Reise. Fangen Sie klein an, bleiben Sie offen und entwickeln Sie Gewohnheiten, die mit Ihnen gemeinsam wachsen können.

Warum ist es wichtig, originale exocad-Software einzusetzen?
Der Einsatz originaler exocad-Software ist nicht nur eine Frage der Legalität, sondern auch der Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit. Originale exocad-Software wird umfassend getestet, regelmäßig aktualisiert und dafür entwickelt, Ihren Workflow stabil zu halten, wenn es darauf ankommt. Darüber hinaus spielt Cybersicherheit eine wichtige Rolle. Ich habe erlebt, wie Kollegen Opfer von Ransomware-Angriffen und Datendiebstahl wurden, weil sie Raubkopien mit eingeschleuster Malware verwendet haben.

Hinzu kommt der Zugang zu Funktionen. Die KI-gestützten Tools von exocad für Kronen, Brücken, Schienen und sogar Smile Design laufen auf sicheren Cloud-Servern, die jede Lizenz verifizieren. Ohne Lizenz keine KI.

Welche aktuellen Trends prägen die digitale Zahnheilkunde in Europa? Haben Sie auch Trends in Asien beobachtet?
KI-gestützte CAD/CAM-Systeme, in Scanner integrierte Photogrammetrie und der 3D-Druck mit definitiven Materialien direkt in der Praxis verändern die digitale Zahnheilkunde in Europa derzeit grundlegend. Diese Technologien optimieren Workflows und erhöhen die Präzision. Gleichzeitig gewinnen cloudbasierte Zusammenarbeit und nachhaltige Materialien, auch aufgrund europäischer Regularien, zunehmend an Bedeutung.

Asien wächst derweil rasant, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach Alignern, zunehmend erschwingliche Scanner und zentralisierte 3D-Druckzentren. Große Cloud-Plattformen und schnelle Zulassungsverfahren für KI-Anwendungen machen die Region zu einem Testfeld für Innovationen. Während Europa sich auf Integration, Sicherheit und Nachhaltigkeit konzentriert, setzt Asien neue Maßstäbe bei Geschwindigkeit, Skalierung und Zugänglichkeit. Die erfolgreichsten Praxen kombinieren beide Ansätze, um optimal von den Entwicklungen zu profitieren.

Welchen Rat würden Sie Kolleginnen und Kollegen geben, die sich noch nicht mit der Einführung digitaler Workflows durch exocad beschäftigten?
Der digitale Wandel in der Zahnheilkunde steht nicht bevor, er ist bereits Realität. Mit jedem Monat, den man abwartet, geraten die eigenen Fähigkeiten und die Patientenversorgung weiter ins Hintertreffen. Digitale Workflows sind kein Trend, sondern der neue Standard. Technologien wie KI-gestütztes Kronendesign und Photogrammetrie werden zunehmend Bestandteil routinemäßiger digitaler Workflows.

Die Zahnheilkunde spricht heute die Sprache von DICOM- und PLY-Dateien und kommuniziert über Cloud-Portale. Wer diese Sprache nicht beherrscht, ist auf andere angewiesen. Fangen Sie klein an: Besuchen Sie einen Wochenendkurs und testen Sie einen exocad-Workflow. Je länger Sie warten, desto steiler wird der Weg.

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