Welche ersten Schritte empfehlen Sie Zahnärztinnen und Zahnärzten, die neu in digitale Workflows einsteigen?
Ich empfehle, sich zuerst auf Workflows und nicht auf Produkte zu konzentrieren. Als ersten Schritt sollte man die Diagnostik digitalisieren und konventionelle Abformungen durch Intraoralscans ersetzen. Es lohnt sich außerdem, Fälle mit kostenlosen Tools wie exocad webview zu erkunden. Die Teilnahme an Demo-Tagen oder Kongressen vermittelt praktische Erfahrungen, und es gibt interessante Starter-Pakete oder Leasing-Angebote.
Anschließend kann man mit einem digital erfahrenen Dentallabor zusammenarbeiten. Durch das Auslagern der ersten Designs und gemeinsame Screen-Sharing-Sitzungen lernt man, CAD-Designs zu beurteilen, bevor man selbst in die Software investiert. Sobald man sich sicher fühlt, kann man einen digitalen Workflow, z. B. für Schienen oder Kronen, in der eigenen Praxis umsetzen und zunächst vollständig beherrschen, bevor man weitere Workflows integriert.
Welche praktischen Schritte empfehlen Sie Studierenden der Zahnmedizin, die in die digitale Zahnheilkunde einsteigen möchten?
Ich empfehle Studierenden, so früh wie möglich praktische Erfahrungen zu sammeln. Treten Sie einem CAD/CAM-Club an der Universität bei, engagieren Sie sich auf Kongressen wie dem Jahreskongress der Society of Esthetic Dentistry in Romania oder iDENT Evolution und hospitieren Sie in Praxen, die digitale Workflows einsetzen, um diese im klinischen Alltag kennenzulernen.
Selbst ohne Lizenz ermöglichen Tools wie exocad webview, reale Fälle anzusehen, Designs zu drehen und sich mit der Funktionsweise der digitalen Zahnheilkunde vertraut zu machen, lange bevor man den ersten Patienten behandelt. Das ist der beste Weg, um von Anfang an Sicherheit und digitale Intuition aufzubauen. Digitale Zahnheilkunde ist eine Reise. Fangen Sie klein an, bleiben Sie offen und entwickeln Sie Gewohnheiten, die mit Ihnen gemeinsam wachsen können.
Warum ist es wichtig, originale exocad-Software einzusetzen?
Der Einsatz originaler exocad-Software ist nicht nur eine Frage der Legalität, sondern auch der Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit. Originale exocad-Software wird umfassend getestet, regelmäßig aktualisiert und dafür entwickelt, Ihren Workflow stabil zu halten, wenn es darauf ankommt. Darüber hinaus spielt Cybersicherheit eine wichtige Rolle. Ich habe erlebt, wie Kollegen Opfer von Ransomware-Angriffen und Datendiebstahl wurden, weil sie Raubkopien mit eingeschleuster Malware verwendet haben.
Hinzu kommt der Zugang zu Funktionen. Die KI-gestützten Tools von exocad für Kronen, Brücken, Schienen und sogar Smile Design laufen auf sicheren Cloud-Servern, die jede Lizenz verifizieren. Ohne Lizenz keine KI.
Welche aktuellen Trends prägen die digitale Zahnheilkunde in Europa? Haben Sie auch Trends in Asien beobachtet?
KI-gestützte CAD/CAM-Systeme, in Scanner integrierte Photogrammetrie und der 3D-Druck mit definitiven Materialien direkt in der Praxis verändern die digitale Zahnheilkunde in Europa derzeit grundlegend. Diese Technologien optimieren Workflows und erhöhen die Präzision. Gleichzeitig gewinnen cloudbasierte Zusammenarbeit und nachhaltige Materialien, auch aufgrund europäischer Regularien, zunehmend an Bedeutung.
Asien wächst derweil rasant, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach Alignern, zunehmend erschwingliche Scanner und zentralisierte 3D-Druckzentren. Große Cloud-Plattformen und schnelle Zulassungsverfahren für KI-Anwendungen machen die Region zu einem Testfeld für Innovationen. Während Europa sich auf Integration, Sicherheit und Nachhaltigkeit konzentriert, setzt Asien neue Maßstäbe bei Geschwindigkeit, Skalierung und Zugänglichkeit. Die erfolgreichsten Praxen kombinieren beide Ansätze, um optimal von den Entwicklungen zu profitieren.
Welchen Rat würden Sie Kolleginnen und Kollegen geben, die sich noch nicht mit der Einführung digitaler Workflows durch exocad beschäftigten?
Der digitale Wandel in der Zahnheilkunde steht nicht bevor, er ist bereits Realität. Mit jedem Monat, den man abwartet, geraten die eigenen Fähigkeiten und die Patientenversorgung weiter ins Hintertreffen. Digitale Workflows sind kein Trend, sondern der neue Standard. Technologien wie KI-gestütztes Kronendesign und Photogrammetrie werden zunehmend Bestandteil routinemäßiger digitaler Workflows.
Die Zahnheilkunde spricht heute die Sprache von DICOM- und PLY-Dateien und kommuniziert über Cloud-Portale. Wer diese Sprache nicht beherrscht, ist auf andere angewiesen. Fangen Sie klein an: Besuchen Sie einen Wochenendkurs und testen Sie einen exocad-Workflow. Je länger Sie warten, desto steiler wird der Weg.
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