Berlin – Die Finanzen der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) zeichnen sich weiterhin durch hohe Stabilität und ausgeprägtes Kostenbewusstsein aus. Dies wird durch den aktuell vorliegenden Prüfbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zum Jahresabschluss 2025 offiziell bestätigt: Die BLZK erhielt wie in den Vorjahren erneut einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und damit das höchstmögliche Ergebnis, das bei einer Wirtschaftsprüfung testiert werden kann.
Buchführung und Jahresabschluss entsprechen vollumfänglich den gesetzlichen Vorschriften und vermitteln ein transparentes, den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Vor dem Hintergrund dieser unverändert komfortablen Vermögenslage geht die BLZK auch in der laufenden Haushaltsplanung von einem stabilen Beitragsniveau für das nä
chste Geschäftsjahr 2027 aus.
Der größte Teil der Kammerausgaben entfällt auf nicht beeinflussbare Fixkosten wie laufende Betriebs- und Personalkosten der Verwaltung, die Beiträge zur Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und dem Verband Freier Berufe in Bayern (VFB), Unterstützung für LAGZ und LAGP sowie Aufwandsentschädigungen. Personalkosten und Beiträge zur BZÄK machen über 60 Prozent der Ausgaben der BLZK aus.
Einsparungen bestätigen solide Haushaltsplanung
Die operativen Kennzahlen unterstreichen die Budgetdisziplin der Körperschaft: Die Einnahmen lagen um rund 463.000 Euro (plus 4,7 Prozent) über den Planwerten, während die Ausgaben die Ansätze um rund 256.000 Euro (minus 2,3 Prozent) unterschritten. Per Saldo ergibt sich daraus eine positive Abweichung von rund 718.000 Euro, womit alle Haushaltsvorgaben eingehalten wurden.
Das Niveau der Reisekosten und Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtsträger sank im Vergleich zum Vorjahr leicht. Dabei wurden die Aufwandsentschädigungen für Referate in der laufenden Amtsperiode um 25 Prozent reduziert. Neben bilanziellen Sondereffekten betrugen die direkten Einsparungen im Haushalt im Vergleich zum Planansatz etwa 256.000 Euro, was eine solide Haushaltsplanung bestätigt.
Investitionen in Digitalisierung und Bürokratieabbau
Zukunftsweisende Mittel fließen derzeit in die Entwicklung und Betreuung einer neuen, gemeinsamen Kammerverwaltungssoftware für die BLZK und die Zahnärztlichen Bezirksverbände (ZBV). Das Großprojekt realisiert nicht nur eine modernsten Ansprüchen genügende Mitgliederverwaltung, sondern schafft zugleich das Fundament für umfassende digitale Dienstleistungen. Damit treibt die BLZK die interne Verschlankung von Prozessen und den spürbaren Abbau von Bürokratie aktiv voran.
Erfolgreicher Turnaround bei der Tochtergesellschaft eazf GmbH
Erfreuliche Nachrichten gibt es zudem von der Fortbildungsakademie der BLZK, der eazf GmbH. Nach wirtschaftlich herausfordernden Jahren während und nach der Corona-Phase greifen die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen voll: Die eazf GmbH schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem klaren Jahresüberschuss von 242.000 Euro ab. Die von der eazf-Geschäftsführung konsequent verfolgte Neuausrichtung der Programmstruktur, flankiert von engmaschigen betriebswirtschaftlichen Maßnahmen, entfaltet ihre volle Wirkung. Für das laufende Jahr 2026 wird daher ebenfalls mit einem stabilen, positiven Ergebnis gerechnet.
Kammerpräsident dankt Finanzausschuss und Haushaltsreferenten
BLZK-Präsident Dr. Dr. Frank Wohl dankt den Mitgliedern des Finanzausschusses sowie dem Haushaltsreferenten der BLZK, Dr. Guido Oster, ausdrücklich für ihre „hervorragende Arbeit im Interesse der bayerischen Kolleginnen und Kollegen. Der sparsame und verantwortungsvolle Umgang mit Beitragsmitteln ist für Selbstverwaltungskörperschaften absolut verpflichtend.“ Ebenso begrüßenswert seien Ergebnis und Entwicklung bei der eazf, wofür Geschäftsführer Stephan Grüner verantwortlich zeichne.
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