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Orale Entzündungen könnten systemische Auswirkungen auf Eierstöcke haben

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ZWP online Redaktion

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Mi. 16. September 2026

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Jerusalem – Forschende der Hebrew University of Jerusalem und des Hadassah Medical Center untersuchten, ob eine chronische Entzündung im Mund Auswirkungen auf die weibliche Fortpflanzung haben kann.

Dafür verwendeten sie ein Mausmodell, bei dem weiblichen Tieren nach einer Zahnextraktion Titanimplantate eingesetzt wurden. Vier Wochen später analysierte das Team die Entzündungsreaktionen in der periimplantären Mukosa, in Lymphknoten und Milz sowie in den Eierstöcken.

Nach der Implantation zeigte sich nicht nur lokal eine verstärkte Entzündungsreaktion, auch in Lymphknoten und Milz war die Expression entzündungsfördernder Zytokine erhöht. In den Eierstöcken stellten die Forschenden ebenfalls Veränderungen der Zytokinexpression und der Immunzellpopulationen fest. Hinzu kamen oxidative Schäden im Eierstockgewebe, eine beeinträchtigte Follikelentwicklung und eine verminderte Qualität der Eizellen. In Paarungsversuchen sank außerdem die Lebendgeburtenrate.

Nach Ansicht der Forscher könnten chronische orale Entzündungen über immunologische Signalwege bis auf die Eierstöcke wirken. In den Eizellen fanden sie zudem DNA-Schäden und epigenetische Veränderungen, die nach Angaben des Forschungsteams Merkmalen reproduktiver Alterungsprozesse ähnelten. Die Ergebnisse stammen jedoch ausschließlich aus einem Mausmodell. Ob vergleichbare Prozesse bei Frauen mit chronischen oralen Entzündungen auftreten, müssen klinische Untersuchungen erst zeigen. Eine Aussage über mögliche Auswirkungen dentaler Implantate auf die menschliche Fruchtbarkeit lässt sich aus der Studie nicht ableiten.

Die Originalarbeit erschien im Journal of Dental Research.

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