Dental Tribune Germany

IDS auf September 2021 verschoben

By Dental Tribune International
December 11, 2020

KÖLN – Seit einigen Wochen und Monaten gab es in der Dentalbranche immer wieder Spekulationen darüber, ob die Internationale Dental-Schau (IDS) im nächsten Jahr tatsächlich stattfinden kann. Heute haben die Veranstalter eine schwierige Entscheidung getroffen und angekündigt, dass die Leitmesse der Branche nicht wie geplant vom 10. bis 13. März 2021 stattfinden, sondern auf den 22. bis 25. September verschoben wird.

Nach Angaben der Koelnmesse und des Verbandes der Deutschen Dentalindustrie (VDDI) wurde dieser Schritt angesichts der anhaltend fortschreitenden SARS-CoV-2-Pandemie und der damit verbundenen politischen Entscheidungen unternommen. Aufgrund der immer noch steigenden Infektionszahlen und Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 haben viele Bundesländer angekündigt, ihre Coronaregeln, die voraussichtlich bis in das neue Jahr hinein verlängert werden, zu verschärfen. In einer Plenarsitzung am Mittwoch drängte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen harten landesweiten Lockdown. Heute wurde ein neuer Höchstwert von 29.875 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden 598 Todesfälle registriert.  

Die gegenwärtigen und zukünftigen politischen Entscheidungen zur Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 werden erhebliche Auswirkungen auf die Messelandschaft in Deutschland haben und sich somit auch auf die IDS 2021 auswirken. „Als Konsequenz der aktuellen Faktenlage müssen wir nun von einer Durchführung der IDS im März absehen und die stets erfolgreiche Dentalshow in den Herbst des kommenden Jahres verschieben“, sagten Mark Stephen Pace, Vorsitzender des VDDI, und Oliver Freser, Chief Operating Officer der Koelnmesse, in einer gemeinsamen Erklärung. VDDI-Geschäftsführer, Dr. Markus Heibach, sagte Dental Tribune International (DTI), dass sich der Verband bewusst für einen Termin im dritten Quartal 2021 entschieden habe, um eine unter den aktuellen Rahmenbedingungen möglichst hohe Planungssicherheit für Aussteller und Besucher zu schaffen und zugleich die Möglichkeit einer weiteren Verschiebung weitestgehend auszuschließen. Davon ausgehend, dass vor dem Start der IDS im September bereits anderen Messen wieder stattgefunden haben, können wir aus den Erfahrungen, die dort gesammelt wurden, für die erfolgreiche Durchführung der IDS nutzen.

Durch die Verschiebung der 39. IDS hoffen die Organisatoren, dass mehr internationale Teilnehmer und Unternehmen nach Köln kommen können, da sie erwarten, dass sich die allgemeine Gesundheitssituation verbessert und die Reisebeschränkungen bis dahin aufgehoben werden. Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Messe liegt in ihrer hohen Internationalität auf Aussteller- und Besucherseite und der innovativen Themenvielfalt. Durch die weiterhin global und lokalen steigenden Infektionszahlen und damit einhergehende Lockdowns konnte die Teilnahme internationaler Aussteller und Besucher nicht mehr ausreichend gewährleisten werden,“ erklärte Pace gegenüber DTI. 

Trotz wachsender Unsicherheit aufgrund der täglichen Zunahme von COVID-19-Fällen weltweit und der Absage einiger namhafter Aussteller, wie Dentsply Sirona, versicherten VDDI und Koelnmesse Zahnärzten und der Dentalindustrie in der jüngsten Vergangenheit, dass diese Veranstaltung wie geplant stattfinden wird. In einem Interview mit Dental Tribune International im August war Pace weiterhin „zuversichtlich, dass die IDS 2021 zum entscheidenden Kick-off für einen Neustart nach der Corona-Krise werden wird.  

Die Veranstalter kündigten ferner an, dass das neue Messekonzept, das in den letzten Monaten entwickelt wurde, für die neuen Termine beibehalten wird. Das #B-SAFE4business-Konzept soll Ausstellern und Besuchern durch erweiterte Hygienemaßnahmen und eine Reihe digitaler Elemente ein sicheres Messeerlebnis bieten.  

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel würde am 5. Januar 2021 aktualisiert.

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