Dresden – Erstmals erhalten Interessierte auch ohne Bestnoten im Abitur die Chance, sich erfolgreich für ein Studium der Zahnmedizin in Sachsen zu bewerben. Ab dem Wintersemester 2026/2027 werden je vier Studienplätze an den beiden Universitätsstandorten Dresden und Leipzig über die Landzahnarztquote vergeben.
Das zweistufige Auswahlverfahren berücksichtigt – neben dem erfolgreich absolvierten Test für Medizinische Studiengänge und der Abiturnote – weitere Apekte:
beispielsweise berufliche Vorqualifikationen, ehrenamtliche Tätigkeiten, die fachspezifische persönliche Eignung für eine zahnärztliche Tätigkeit in ländlichen bzw. unterversorgten Gebieten oder auch soziale Kompetenzen für die zahnärztliche Berufsausübung. Bewerber für einen Studienplatz der Zahnmedizin über die Vorabquote nach dem Sächsischen Landzahnarztgesetz verpflichten sich, nach ihrem Abschluss für zehn Jahre in einem Bedarfsgebiet vertragszahnärztlich tätig werden.
Sächsisches Landzahnarztgesetz
Der Sächsische Landtag hatte am 3. Dezember 2025 das Sächsische Landzahnarztgesetz beschlossen. Es regelt den Zugang zum Studium der Zahnmedizin in Dresden und Leipzig für 8,1 Prozent der Studienplätze durch eine Vorabquote – die sogenannte Landzahnarztquote – sowie ein zweistufiges Vergabeverfahren. Damit schafft der Freistaat Sachsen eine Perspektive für Bewerber, bei denen der Numerus Clausus nicht ausreicht. Zugleich soll damit die bedarfgerechte Sicherstellung der zahnmedizinischen Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum, unterstützt werden.
Informationen zur Bewerbung:
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