Berlin – Heute startet die Nutzung der elektronischen Patientenakte – ePA für alle – flächendeckend, überall in Deutschland. Eine Verpflichtung zur ePA-Nutzung in den Praxen und medizinischen Einrichtungen besteht ab Oktober 2025.
„Nach dem ganzen Hin und Her um die ePA in den vergangenen Wochen gibt es nun immerhin etwas mehr Klarheit und einen Fahrplan, an dem man sich entlanghangeln kann“, sagt der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Dr. Christian Öttl, zum ePA-Start.
Ausgesprochen kritisch sieht Öttl jedoch, dass die Nicht-Nutzung der ePA ab Anfang 2026 sanktioniert werden könne. Die möglichen Sanktionen waren mit dem Digitalgesetz in der vergangenen Legislaturperiode beschlossen worden: Allen, die in ihrem Praxisverwaltungssystem zum Stichtag kein Modul für die ePA-Nutzung installiert haben, drohen Honorarkürzungen. Auch der neue Koalitionsvertrag sieht Strafen vor. Sanktionen halte der FVDZ in keinem Fall für ein angemessenes politisches Mittel im Gesundheitswesen, betont Öttl. Ein funktionierendes, nutzbringendes System sei viel überzeugender als jede Sanktion. „Leider gibt es das nicht, und es besteht immer noch das Problem, dass nicht alle PVS-Hersteller das entsprechende Modul überhaupt liefern können“, macht der FVDZ-Bundesvorsitzende deutlich. Völlig unklar sei nach den zu wenigen Erfahrungen aus den Testregionen der ePA, wie und ob das System unter „Volllast“ überhaupt laufe. „Wir befürchten, dass ganz viel Behandlungszeit für die Patienten verloren geht, weil uns die ‚Kinderkrankheiten‘ des Systems in die Praxen getragen werden“, kritisiert Öttl. Auch die Suche von Daten in der ePA sei mit hohem Zeitaufwand verbunden, solange es weder Volltextsuche noch strukturierte Daten gebe.
Der für Digitales zuständige Bundesvorstand, Dr. Kai-Peter Zimmermann, mahnt ebenfalls zur Vorsicht mit der ePA. „Nach wie vor herrscht Unklarheit, was den Schutz der Gesundheitsdaten unserer Patienten angeht. Die Lücken, die der Chaos Computer Club aufgedeckt hat, sind noch nicht umfassend und überzeugend geschlossen“, betont Zimmermann. Die Patientinnen und Patienten seien zudem oft nur unzureichend über die Funktionen der ePA und ihre Rechte – auch die zum Widerspruch – aufgeklärt worden. Die oft grundlegenden Fragen könnten nicht in den Praxen beantwortet werden, sondern die Krankenkassen seien verpflichtet, die Patientinnen und Patienten umfassend und neutral zu informieren. „Da besteht immer noch Nachholbedarf. Die Informationen können wir nicht im laufenden Praxisbetrieb individuell liefern.“ Ein stufenweiser Rollout der ePA sei durchaus zu befürworten, sagt Zimmermann, „aber nur, wenn die Parameter wie Datensicherheit, Datenschutz und Freiwilligkeit stimmen“. Da müsse im nächsten halben Jahr noch einiges geschehen, um im „Hochlaufen der ePA“, wie Minister Lauterbach es nannte, nicht ins Stolpern zu geraten.
Schlagwörter:
BERLIN – Im Gesundheitswesen sind Papier und Faxgerät oftmals Mittel der Wahl. Digital läuft bislang wenig. Nun will Bundesminister für Gesundheit ...
KÖLN – Zahnärzte, Ärzte und Krankenkassen unterzeichnen Letter of Intent
München – Wie die „Zeit“ berichtet, nutzen nur wenige gesetzlich Krankenversicherte die elektronische Patientenakte (ePA). „Kein Wunder“, findet ...
WITTEN – Die Universität Witten/Herdecke hat Prof. Dr. Andreas Schulte auf den bundesweit ersten Lehrstuhl für ...
BERLIN – Der deutschen Bevölkerung wird – nach acht Jahren – bereits zum sechsten Mal wieder gründlich in den Mund geschaut: Am 4. Oktober fällt ...
KÖLN – Die 39. Internationale Dental-Schau (IDS) rückt immer näher und nun wurde bekannt gegeben, dass die Anmeldung für die Messe ab sofort möglich ...
Darmstadt – Exocad, ein Unternehmen von Align Technology und führender Anbieter dentaler CAD/CAM-Software, hat bekannt gegeben, dass Nutzer von DentalCAD...
FRANKFURT AM MAIN - Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) informieren alle ...
Berlin – Privatzahnärzte haben ab sofort die Möglichkeit, für ihre Praxen Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI) zu erhalten. Der dafür erforderliche ...
MÜNCHEN - Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) hält an ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der elektronischen ...
Live-Webinar
Mi. 4. Februar 2026
1:00 Uhr CET (Berlin)
Live-Webinar
Mi. 4. Februar 2026
17:00 Uhr CET (Berlin)
Live-Webinar
Do. 5. Februar 2026
20:30 Uhr CET (Berlin)
Dr. Boota Ubhi BDS, FDS RCS (Edin), MDentSci, MRD RCS (Eng) Specialist, Cat Edney
Live-Webinar
Fr. 6. Februar 2026
2:00 Uhr CET (Berlin)
Dr. Zeeshan Sheikh Dip.Dh, BDS MSc, M.Perio, PhD, FRCDC, Dip-ABP
Live-Webinar
Mi. 11. Februar 2026
1:00 Uhr CET (Berlin)
Prof. Dr. Wael Att, Dr. Robert A. Levine DDS, FCPP, FISPPS, AOD, Dr. Larissa Bemquerer ITI Scholar at Harvard
Live-Webinar
Mi. 11. Februar 2026
17:00 Uhr CET (Berlin)
Dr. med. dent. Sven Mühlemann
Live-Webinar
Mi. 11. Februar 2026
18:00 Uhr CET (Berlin)
Prof. Dr. Samir Abou Ayash
To post a reply please login or register