Rauchen und Mundgesundheit – Medizinisches Fachpersonal als wichtige Schnittstelle zu Rauchenden

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Rauchen und Mundgesundheit – Medizinisches Fachpersonal als wichtige Schnittstelle zu Rauchenden

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© Drazen Zigic/Shutterstock
Philip Morris

By Philip Morris

Mo. 17. Oktober 2022

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GRÄFELFING – Die Zahl der Raucherinnen und Raucher in Deutschland verharrt auf einem hohen Niveau von 37,6 Prozent.1 Und das, obwohl Rauchen vielfältige gesundheitliche Risiken birgt. Auch auf die Mundgesundheit hat Rauchen gravierende negative Auswirkungen. Diese reichen von Zahnverfärbungen, beeinträchtigten Erfolgsaussichten von Zahnimplantationen, Parodontitis, Karies und Veränderungen der Mundschleimhaut bis hin zu Krebs.2

All diese Auswirkungen auf den Mundraum haben eine im Hintergrund laufende Entzündungsreaktion gemeinsam, die von den Schadstoffen im Zigarettenrauch hervorgerufen wird. Der Großteil dieser Schadstoffe entsteht während des Verbrennungsprozesses des Tabaks.1 Das Risiko hängt maßgeblich vom Umfang des Zigarettenkonsums ab. Laut Bundeszahnärztekammer ist die Wahrscheinlichkeit, dass starke Raucherinnen und Raucher beispielsweise an Parodontitis erkranken im Vergleich zu Nichtraucherinnen und Nichtrauchern um das 15-fache erhöht.2 Auch das Risiko für Krebserkrankungen im Mundraum kann sich durch einen starken Konsum von Zigaretten massiv erhöhen – nämlich um das fünf bis 13-fache. Zudem verlieren starke Raucherinnen und Raucher bis zu jedes dritte Zahnimplantat. Hinzu kommt, dass das Rauchen auch den Erfolg der jeweiligen Behandlung der oben genannten Probleme beeinträchtigen kann – sich also doppelt negativ auswirkt.

Medizinisches Fachpersonal sollte diesen Risikofaktor in jedem Gespräch mit Raucherinnen und Rauchern thematisieren. Denn für sie sind Ärztinnen und Ärzte die wichtigste Quelle für gesundheitsrelevante Informationen.3 Die Studie „Barrieren des Rauchstopps“ im Auftrag von Philip Morris Deutschland zeigt außerdem, dass der Dialog zwischenmedizischem Fachpersonal und rauchenden Patientinnen und Patienten über das Rauchen tatsächlich mit einer höheren Rauchstoppmotivation und konkreteren Rauchstoppplänen korreliert.4

Insbesondere Zahnärztinnen und Zahnärzte und deren Praxisteam können das Bewusstsein von Raucherinnen und Rauchern für diesen Risikofaktor möglicherweise schon zu einem Zeitpunkt schärfen können, bevor Folgeerkrankungen des Rauchens entstehen.

Insgesamt und damit auch speziell für die Mundgesundheit gilt, dass der vollständige Verzicht auf Tabak- und Nikotinprodukte stets die beste Entscheidung ist. Gleichzeitig zeigen die Umfrageergebnisse, dass der alleinige Appell zum Rauchstopp die Lebenswirklichkeit vieler Raucherinnen und Raucher nicht erreicht. 89% von ihnen haben im vergangenen Jahr keinen ernsthaften Rauchstoppversuch unternommen.5 Für diejenigen erwachsenen Raucherinnen und Raucher, die sonst weiterrauchen würden, könnte der vollständige Umstieg auf wissenschaftlich fundierte, verbrennungsfreie und dadurch schadstoffreduzierte Alternativen daher eine sinnvolle Option sein. Genau das ist das Prinzip des Konzepts der Schadensminderung (Harm Reduction6) beim Rauchen. Tobacco Harm Reduction ist ein inklusiver, niedrigschwelliger Ansatz, der besonders gefährdete Raucherinnen und Raucher ohne Rauchstoppmotivation wieder erreichen und langfristig die Quote der Rauchenden senken könnte. Raucherinnen und Raucher sowie Mitarbeitende im Gesundheitswesen sollten über die Tabakverbrennung als primäre Ursache der Schädlichkeit des Rauchens und das Suchtpotenzial von Nikotin aufgeklärt sein. Gleichzeitig sollte denjenigen, die sonst weiterrauchen, sachliche Informationen über wissenschaftlich fundierte, verbrennungsfreie Alternativen, wie zum Beispiel E-Zigaretten und Tabakerhitzer, zur Verfügung stehen.

Am Dienstag, 25. Oktober um 17 Uhr präsentiert der ZWP Study Club ein Webinar zum Thema „Industrie und Zahnmedizin im Dialog: Lifestyle-Krankheiten im Fokus“. Im Live-Chat können alle Teilnehmenden Fragen an die beiden Referenten, Dr. Alexander Nussbaum, Head of Scientific & Medical Affairs bei Philip Morris, und Prof. Dr. Dirk Ziebolz, Oberarzt der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie and der Universitätsmedizin Leipzig, stellen. Teilnehmende, die im Anschluss an das Webinar einen Fragebogen ausfüllen, erhalten einen Fortbildungspunkt. Die Registrierung für das Webinar ist kostenfrei.

Die Ergebnisse der Studie sowie weitere Informationen zum Thema „Barrieren des Rauchstopps“ sind auf der Webseite von Philip Morris Deutschland zu finden.

Editorial note:

Literatur

  1. DEBRA-Studie: https://www.debra-study.info (Stand August 2022): Prävalenz aktueller Tabak-Raucher:innen in Deutschland.
  2. DGZMK und Bundeszahnärztekammer (2022): Faltblatt Rauchen und Mundgesundheit. https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/pati/FzR_Mundgesundheit_.pdf
  3. Royal College of Physicians (2007): Harm reduction in nicotine addiction: helping people who can’t quit. https://cdn.shopify.com/s/files/1/0924/4392/files/harm-reduction-nicotine-addiction.pdf?15599436013786148553
  4. Bundeszahnärztekammer (2021). Rauchen und Mundgesundheit. https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/presse/rauchen_mundgesundheit_faltblatt.pdf
  5. Stiftung Gesundheitswissen, trendmonitor, Ausgabe 02, 2020.
  6. Studie zu „Barrieren des Rauchstopps”, 15. Dezember 2021. https://pmi.berlin/was-wir-tun/barrieren-des-rauchstopps
  7. Kotz, D., Invited lecture: Smoking and smoking cessation in Germany: current data from the DEBRA study, 138th Congress of the Germany Society of Surgery Online, Germany, 13. April 2021.
  8. „Harm Reduction (deutsch: Schadensminderung, Risikoreduktion) ist eine Strategie aus Medizin und Sozialpolitik zur Minimierung der Schädigung von Individuen und/oder der Bevölkerung durch schädliche Verhaltensweisen, die nicht vollständig vermieden oder verhindert werden können. Das Prinzip der Harm Reduction im Kontext einer Nikotinabhängigkeit argumentiert, dass, weil der Großteil der Schädlichkeit des Rauchens nicht auf dem Nikotin, sondern auf anderen Bestandteilen des Tabakrauches basiert, die Gesundheit und Lebenserwartung heutiger Raucher:innen signifikant verbessert werden könnten, indem man so viele von ihnen wie möglich ermutigt, auf eine rauchfreie Nikotinquelle umzusteigen.“ Royal College of Physicians, 2016: Nicotine without smoke – tobacco harm reduction. A report by the Tobacco Advisory Group of the Royal College of Physicians. London: Royal College of Physicians (https://www.rcplondon.ac.uk/projects/outputs/nicotine-without-smoke-tobacco-harm-reduction-0).

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