Dental Tribune Germany

4,9 Millionen Kinder und Jugendliche nahmen an Gruppenprophylaxe teil

von Pressemitteilung DAJ
September 30, 2009

BONN – Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e. V. (DAJ) stellt die neue Dokumentation gruppenprophylaktischer Maßnahmen in Deutschland vor. Dabei wird eines deutlich: Die Mundhygiene hat in Kindergärten und Schulen vom Rhein bis zur Oder einen hohen Stellenwert.

Mit rund acht Millionen Prophylaxeimpulsen wurden Kinder und Jugendliche in ihren Einrichtungen zu Themen rund um die Mundgesundheit informiert und motiviert. Aus den Landesarbeitsgemeinschaften für Jugendzahnpflege aller Bundesländer wurden Aufstellungen über den Umfang der Aktivitäten ausgewertet. Die Statistiken zeigen einen Überblick des vielfältigen Geschehens in den Einrichtungen.

Insgesamt wurden 4,9 Millionen Kinder und Jugendliche bis zum zwölften Lebensjahr durch Prophylaxeimpulse an altersgemäße Mundhygiene und (zahn-)gesunde Ernährung herangeführt; dies entspricht einem Betreuungsgrad von 70,1 Prozent in Kindergärten, 72,8 Prozent in Grundschulen, 32,1 Prozent in 5. und 6. Klassen und 49,3 Prozent in Förderschulen. Fast die Hälfte von ihnen erhielt in Kindergärten, Grund- und Förderschulen mindestens einen zweiten Prophylaxeimpuls.

Ihre ganze Kreativität ließen die Landes- und Kreisarbeitsgemeinschaften bei Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür, Aktivitäten zum Tag der Zahngesundheit oder Jugendzahnpflegetagen spielen. Bei diesen Veranstaltungen wurden mehr als 470.000 Kinder und Jugendliche sowie etwa 102.000 Multiplikatoren wie Lehrer, Erzieher und Journalisten erreicht.

Verteilung der durch Projekte „Zahngesundheit“ erreichten Kinder und Jugendliche in den Einrichtungen.

Der Polarisation des Kariesrisikos - wenige Kinder und Jugendliche vereinen ein hohes Kariesaufkommen auf sich - wurde in zweifacher Hinsicht Rechnung getragen: Zum einen nahmen 206.000 Kinder und Jugendliche mit hohem Kariesrisiko an spezifischen Programmen mit einer besonders intensiven Betreuung teil. Zum anderen wurden auch Jugendliche in 7. bis 10. Klassen in Einrichtungen, in denen das durchschnittliche Kariesrisiko überproportional hoch ist, gruppenprophylaktisch betreut; dies waren im Berichtszeitraum 124.000 Schüler. Mit einem Schwerpunkt in Hauptschulen wurden 12 Prozent von ihnen mit Inhalten und Materialien der zielgruppenspezifischen be-küssed-Kommunikationskampagne der DAJ erreicht.

Ein wichtiges Element der Gruppenprophylaxe ist die Einbeziehung der Eltern. Insgesamt fanden etwa 7.700 Elterninformationsveranstaltungen in der Gruppe bzw. 9.500 Einzelberatungen statt, bei denen insgesamt 110.600 Mütter und Väter erreicht wurden.

Der spielerische Umgang mit Zahnarztstuhl, Sauger und Bohrer wurde 180.000 Kindern in zahnärztlichen Praxen oder Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes vermittelt; in der Mehrzahl handelte es sich um Kindergartengruppen. Diese Besuche dienen der spielerischen Gewöhnung an regelmäßige Kontrolluntersuchungen bzw. einem Abbau eventueller Ängste vor der Situation beim Zahnarzt.

Die Gabe von Fluoriden in Form von Gelee, Lösung oder Lack ist über das tägliche Zähneputzen mit fluoridierter Zahnpasta hinaus ein bewährtes Mittel gegen Karies. Diese Fluoride erhielten im Rahmen der Gruppenprophylaxe 800.000 Personen. Mit Fluoridierungsmaßnahmen wurden zwischen 3,6 Prozent (in Kindergärten) und 21 Prozent (in Förderschulen) der in den Einrichtungen gemeldeten Kinder und Jugendlichen erreicht.

Etwa 3,7 Mio. Kinder und Jugendliche nahmen an einer zahnärztlichen Untersuchung, vormals "Reihenuntersuchung", zur Inspektion der Mundhöhle und als Motivationsimpuls teil. Getragen wurde die Arbeit in der Gruppenprophylaxe von rund 14.000 Fachleuten. Zahnärzte und Prophylaxe-Fachkräfte gaben ihre fachlichen Kenntnisse und Motivationstipps nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern auch an Erzieher, Lehrer und Betreuer in 7.700 Fortbildungsveranstaltungen weiter.

Die Dokumentation in gebundener Form ist zum Preis von 4,00 Euro (zzgl. Porto/Verpackung) bei der DAJ zu bestellen. Sie kann auch unter www.daj.de/doku.html heruntergeladen werden.
 

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