LÜBBECKE – „Untätigkeit der Politik ist eine der Hauptursachen für das Praxissterben auf dem Land“, so Zahnarzt Joachim Hoffmann, Landesvorsitzender des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte in Westfalen-Lippe (FVDZ-WL).
„Es kann nicht sein, dass die Kolleginnen und Kollegen enorm viel Energie investieren, regelmäßig Arbeitstage mit 12 Stunden haben und dann bei bereits hohem finanziellem Aufwand für ihr Engagement auch noch durch Honorarabzüge bestraft werden“, ärgert sich der Zahnarzt aus Kirchhundem im Sauerland. Grund für seinen und den Ärger seiner Kolleginnen und Kollegen sind die Honorarobergrenzen (Budgets) und eine Degression, die lange Arbeitstage durch Honorarabzüge bestraft und somit unattraktiv machen. Dies gehe eindeutig zu Lasten der Patientenversorgung.
„Wenn die Politik die Versorgung auf dem Land auch in Zukunft aufrechterhalten möchte, dann muss sie auch dafür sorgen, dass ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen“, fordert Joachim Hoffmann. „Die politischen Entscheidungsträger müssen die private Gebührenordnung nach 30 Jahren endlich einer Preisanpassung unterziehen und Bestrafungsmechanismen für engagiertes Arbeiten ersatzlos aus dem Sozialgesetzbuch streichen“, forderte Joachim Hoffmann anlässlich der Kammerversammlung der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe in Dortmund.
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